Wie die Bibel des Pastors zur Mausefalle wurde

Als Pastor Paul Johannes Wilhelm Rohrbeck, der von 1895 bis 1946 Seelsorger der evangelischen Gemeinde in Rethmar war, im Familienkreis seine unglaubliche Geschichte „von der Bibel mit der Maus“ zum Besten gab, wollte ihm niemand so recht glauben. Erst nach seinem Tode beim Ordnen seines 

Maus mit Bibel erschlagenNachlasses wussten seine Erben, dass der Großvater nicht geflunkert hatte, erzählt der heute 87jährige Jürgen Bortfeldt.

Man wollte es ihm nicht glauben, wenn Pastor Rohrbeck im Freundeskreis erzählte, wie er einst mit einer Bibel eine Maus gefangen hatte. Seine Erben haben das makabere Lesezeichen inmitten der Heiligen Schrift fotografiert.

Er innert sich noch genau an jenen Augenblick, als seine Ehefrau Lieselotte die kostbare Bibel aus dem Regal nahm und darin blätterte. Unter dem Kapitel „Krieg der Juden“ befand sich als makaberes Lesezeichen eine Maus, fast hauchdünn mumifiziert, ein Anblick, in dem sie vor Schreck das gewichtige Buch fallen ließ.

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Altbauer Wicken-Thies wusste es im Voraus

Plötzlich brannte das halbe Dorf lichterloh

Kaum jemand in Uetze weiß, wer der alte Hoopfchen Hinrichs war, von dem es hieß, dass er ebenso wie Altbauer Wicken-Thies ein zweites Gesicht habe und so manches voraus sagen konnte. Doch in alten Aufzeichnungen heißt es, dass es Wicken-Thies war, der er auf einer Hochzeitsfeier am 21. April 1863 bei Meier-Hennigs an der Schmiedestraße den verblüfften Hochzeitsgästen prophezeit hatte, dass Uetze heute noch brennen würde. Und tatsächlich brach wenige Stunden später ein Feuer aus. Es war durch Funkenflug beim Ziegentränken im Hause des Brinksitzers Nr. 131 am Westende des Dorfes entstanden und hatte sofort auch die Gehöfte von Willi Felleschrader, Ernst Sattler und Eckbäcker Wieter erfasst. Innerhalb einer knappen Stunde brannte das halbe Dorf lichterloh.

Heinrich Bauermeister und Marie Detteborn Anno 1862

Ein Schmuckstück für die Schulstraße ist das alte 2-Ständer-Haus, in das Heinrich Bauermeister und Marie Detteborn Anno 1862 nach ihrer Hochzeit einziehen wollten. Doch der Dielenbalken mit der Jahreszahl 1862 trügt, denn der Zimmerermeister war im Verzug geraten und konnte das Gebälk erst 1863 aufstellen, zum Glück, denn sonst wäre von dem Haus anderntags kaum noch etwas übrig geblieben.

Neben Vieh und Hausrat fanden auch zwei Menschen den Tod – die Frau eines Lumpensammlers und ein 75jähriges Fräulein, das bei Pastor Schreiber in Pension wohnte. Sie war noch einmal ins brennende Pfarrhaus zurückgelaufen, vermutlich, um ihre Geldbörse zu retten. Patronatsherr Hofrat von Lüneburg konnte sie im letzten Augenblick über eine Leiter aus dem Flammenmeer retten. Was sie danach tat ist ungewiss. Man fand sie später in Nähe des Pfarrhauses erstickt und halb verbrannt, doch in der verkohlten Hand hielt sie fest verkrampft noch zehn „Pistolen in Gold“.

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Krütz-Hof: Kreuzfahrer oder Kreuzritter als Namensgeber vermutet.

Früher gab es einen Ausschank und auch eine Ölmühle auf dem Krütz-Hof

Seit Hans-Heinrich Thiele sein väterliches Erbe an der Lehrter Straße 13 in Immensen landwirtschaftlich nicht mehr nutzt, erinnern heute nur noch zwei gut erhaltene Fachwerkhäuser, in denen einst eine Ölmühle und eine Gastwirtschaft untergebracht waren. an die wechselvolle Geschichte des rund 4oo Jahre alten Bauernhofes, der im Dorf auch Krütz-Bödecker-Hof genannt wird. Verschwunden ist auch ein benachbartes Anno 1799 erbautes Zwei-Ständer-Haus des ehemaligen Krütz-Hofes. Es musste vor 25 Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Teile des Fachwerks schmücken heute ein neues Niedersachsenhaus in Scherenbostel in der Wedemark.

Aus dem früheren Ausschank ist inzwischen ein schmuckes Wohnhaus geworden

Aus dem früheren Ausschank ist inzwischen ein schmuckes Wohnhaus geworden, dessen Vorderseite aus Fachwerk daran erinnert, das hier einmal bäuerliche Wirtsleute das Sagen hatten.

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Uralte Immenser Fachwerkscheune wurde in Ahlten zum Pferdestall

Volker Buchholz : Lehrer, Pferdefreund, Steinbildhauer und Freizeitlandwirt

Es ist nicht zu übersehen, das über hundert Jahre alte Bauernhaus am einstigen Mühlenende 140 in Ahlten, durch dessen große Toreinfahrt noch vor hundert Jahren Erntewagen rollten, um Stroh und Heu auf dem Dielenboden einzulagern. Heute dient die Diele als Remise für einen Kutschwagen, mit dem Volker Buchholz gelegentlich einen Ausflug unternimmt, wenn seine drei Norweger wieder einmal Bewegung brauchen, die gleich nebenan in einem über 200 Jahre alten Fachwerkstall stehen.

Aus dem Fachwerk einer über 200 Jahre alten Scheune, die einst im benachbarten Immensen stand, hat Volker Buchholz seinen Pferdestall zusammen gebaut.

Aus dem Fachwerk einer über 200 Jahre alten Scheune, die einst im benachbarten Immensen stand, hat Volker Buchholz seinen Pferdestall zusammen gebaut, in dem sich seine Norweger Fjordpferde wohl fühlen. Gelegentlich macht Ehefrau Martina mit einem der Norweger auch einen Reitausflug, wenn Haus und Beruf ihr Zeit dazu lassen.

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Rätsel um alten Wappenstein gelöst

Vor rund 50 Jahren entdeckten Bauarbeiter eine verschollene Grabkammer unter alten Kirchenmauern

Interessierte Uetzer Bürger stehen vor einer verschlossenen Tür, wenn sie den Wunsch haben, einen Blick in die Adelsgruft derer von Lüneburg unter der ev.-luth. Kirche in Uetze zu werfen. Der Zugang wird ihnen verwehrt – und das schon seit vielen Jahren. Der Schlüssel zur Gruft liegt wohl verwahrt bei der Adelsfamlie des Baron von Reden. Was sie erblicken, ist ein Adelswappen am Eingang zur Gruft, dessen Bedeutung auch heute noch vielen Betrachtern Rätsel aufgibt. Die Inschrift erinnert an Agnesa Juliana von Lüneburg und ihren Ehemann Obrist-Lieutnant Moritz von Haxthausen, deren Grabstätte seit dem Kirchenbrand von 1863 verschollen war. Durch Zufall wurde ihre Gruft vor 50 Jahren wieder entdeckt.

Agnesa Juliana von Lüneburg (Bild: T. Luhm)

Ein kunstvoll verziertes Wappen mit den Namen der Agnesa Juliana von Haxthausen ziert den Eingang zur Gruft der Adelsfamilie zu Lüneburg, deren Toten seit Jahrhunderten unter der Kirche in Uetze bestattet wurden. (Bild: T. Luhm)

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