Editorial

Die Häuser

Einst waren es typische niedersächsische Bauernhäuser mit verzierten Türbalken, die das Gesicht Lehrtes prägten. Doch im Wandel vom Dorf zur Stadt entstanden nicht nur solide Zweckbauten und Eisenbahnersiedlungen, sondern auch so manches Haus wohlhabender Bürger, das selbst heutzutage noch als Schmuckstück für die Stadt gelten mag. Allerdings nagt an einigen dieser Bauten der Zahn der Zeit, weil vielleicht der jetzige Eigentümer nicht das notwendige Kleingeld hat, um notwendige Restaurierungen zu bezahlen. Manchmal würde bereits ein wenig frische Farbe Wunder wirken.

Eine alles umfassende Veränderungssperre für solche Häuser, von denen einige unter Denkmalschutz stehen und andere durchaus schutzwürdig sind, gibt es nicht. Nichts spricht dagegen, denkmalgeschützte Häuser mit einem modernen Innenleben auszustatten, solange die charakteristischen Merkmale – meist ist es die Fassade – erhalten bleiben. Die Bauaufsichtsbehörde der Stadt Lehrte gibt sich diesbezüglich durchaus moderat, wie Amtsleiter Thomas Reinert und Haidemarie Hausberg bestätigen, die als untere Denkmalschutzbehörde für einige dieser “Denkmäler” aus Lehrtes Vergangenheit zuständig sind.

Der Autor

Lothar Rolf Luhm, Jahrgang 1925, ist bis zu seiner Pensionierung als Ressortchef für die Lokalberichterstattung in der Region Hannover für die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ zuständig. Noch auf der Suche nach einer angemessenen „Rentnerbeschäftigung“ wird er kurz danach gebeten, für einen verhinderten Kollegen einzuspringen, der über Denkmalschutz berichten soll. Aus den Recherchen zu dem einen Thema entwickeln sich immer neue Fragestellungen, so daß es bei der einen Geschichte nicht bleibt. Auch Leser und stolze Hausbesitzer tragen immer wieder neue Aspekte an Luhm heran, so daß daraus nun eine Serie in lockerer Folge geworden ist.

Damit die Recherchearbeit von mehrere Stunden — und manchmal sogar Tagen — nicht verlorengeht, entwickelt Thorsten Luhm bereits kurze Zeit später eine erste experimentelle Website. Doch erst mit Einführung eines Content Managment Systems im Frühjahr 2007 ensteht der richtige Rahmen für eine mitwachsende Umgebung. Neue Beiträge können nicht nur nahtlos eingefügt werden, sondern Leser können einen sog. RSS-Feed mit den neuesten Einträgen abonnieren oder Leserbriefe schreiben, die jeweils dem einzelnen Artikel beigefügt werden.

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